Urbaner Charme im grünen Norden
Vom 10.08.2009: Von: Christian SchmickeDas Städtchen Puerto de la Cruz gilt als Wiege des Tourismus auf Teneriffa
Die meisten ausländischen Besucher, die heute nach Teneriffa fliegen, kommen auf dem Flughafen Reina Sofia im wüstenhaften Süden der Insel an. Bei Playa de las Americas und an der Costa Adeje befinden sich rund 85.000 der insgesamt rund 130.000 Urlauberbetten, hier liegt der touristische Schwerpunkt. Doch die Wurzeln des Tourismus von Teneriffa befinden sich im Norden, in Puerto de la Cruz. Gerne rühmt man sich, schon Alexander von Humboldt beherbergt zu haben, als er 1799 auf seinem Weg nach Südamerika hier Station machte, um den 3.700 Meter hohen Teide zu besteigen. Die ersten Touristen sollen 350 Engländer im Jahr 1885 gewesen sein, auch für sie hieß der Anlaufpunkt Puerto de la Cruz. Bis heute sind die Briten mit mehr als 1,5 Millionen Besuchern im Jahr vor den Deutschen, die es 2008 auf knapp 722.000 brachten, die mit Abstand stärkste Urlaubergruppe geblieben.
Puerto de la Cruz ist sozusagen das Herzstück des touristischen Angebots im Norden Teneriffas. Nicht dass dieser Ort frei von Bausünden wäre – im äußeren Ring der Stadt gibt es etliche Hotelsilos, die in den 70er Jahren entstanden sind. Doch im alten Stadtkern mit seinen Kolonialbauten und Befestigungsanlagen blieb der typisch kanarische Charme erhalten. Diesen Vorzug gegenüber den sonnenverwöhnteren Badehochburgen des Südens will sich Puerto de la Cruz nicht nehmen lassen. So wurden die alten Befestigungsanlagen und das alte Zollhaus am Hafen restauriert und die Altstadt zur Fußgängerzone erklärt. Vom Hafen aus zieht sich zudem eine lange Promenade bis zu den Martiánezbädern und dem Strand gleichen Namens hin.
Im Mittelpunkt des städtischen Lebens steht die Plaza del Charco beim Fischerhafen; ein guter Ort, um in den umliegenden Bars, Cafés und Restaurants etwas zu trinken, ein paar Tapas zu essen und die bunte Mischung aus Einheimischen und Touristen zu beobachten. Die Plaza del Charco ist zudem ein guter Ausgangspunkt für einen Bummel durch die Fußgängerzone. Neben der Kirche Nuestra Señora de La Peña liegt die parkartig gestaltete Plaza de la Iglesia. Der Platz ist ebenfalls ein Ort, um inmitten des 30.000-Einwohner-Städtchens zu entspannen.
Die wohl bekannteste Besucherattraktion ist der Loro Parque, ein Tier- und Pflanzenpark am westlichen Stadtrand. Ursprünglich vom Besitzer und Betreiber Wolfgang Kiessling als Papageien-Park angelegt, – Loro ist das spanische Wort für Papagei –, beherbergt er heute auf 135.000 Quadratmetern zahlreiche Tierarten, darunter Delfine, Seelöwen, Alligatoren, Tiger, Haie, Gorillas, Schimpansen, Jaguare und Flamingos. Zu den Hauptattraktionen zählt die Show mit den vier im Park beheimateten Schwertwalen. Ein weiterer Anziehungspunkt ist der Swimmingpoolkomplex Costa Martiánez. Die vom kanarischen Künstler César Manrique gestaltete Badelandschaft bietet mehrere große Schwimmbecken und Wasserfontänen. Ein paar Meter weiter liegt der dunkle Sandstrand Playa Martiánez.Ein zweiter Strand befindet sich auf der anderen Seite der Innenstadt. Die Playa Jardín, der Gartenstrand, wurde ebenfalls von Manrique gestaltet. Neben Bars, Cafés, Spiel- und Beachvolleyballplätzen zeichnet er sich durch etwa 17.000 Quadratmeter Gartenfläche und einen künstlichen Wasserfall aus.
Top Profi-Hotelempfehlungen in Puerto de la Cruz:
(www.profi-hotelempfehlungen.de)
Botanico, 5* |
Klassiker unter den Grand Hotels mit großem orientalischen Spa-Bereich und üppiger Gartenanlage. Gelegentlich schaut der spanische König vorbei. Besitzer: Wolfgang Kiessling, dem auch der Loro Parque gehört. |
Riu Garoe, 4* |
Im Ortsteil La Paz, einen Kilometer vom Strand und 1,5 Kilometer vom Stadtzentrum gelegen. Shuttlebus ins Zentrum. Reiseprofis loben Ausstattung, Service und Gastronomie. Ruhe und Entspannung für Paare und Senioren. |
LTI La Chiripa Garden, 4* |
Gepflegtes 210-Zimmer-Hotel mit schönem Garten, zwei beheizbaren Pools und Poolbar. Soft-Animation, Gesundheitszentrum mit Arztpraxis, Kurabteilung, Physiotherapeuten. Viele Stammgäste. |


