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04.06.2013
13:30

GTI-Insolvenz: Rücktransport von Urlaubern läuft auf Hochtouren

Foto: Montage Travel One

Die am Montagabend verkündete Insolvenz von GTI Travel, Buchmal Reisen und Sky Airlines hat zahlreiche Urlauber in der Türkei überrascht. Nun routiert Insolvenzversicherer Hanse Merkur, um den Heimtransport der Veranstaltergäste zu organisieren. Dabei steht er in engen Kontakt mit dem Krisenteam des DRV. Darüber, wieviele Kunden betroffen sind, gibt es derzeit keine offiziellen Angaben. Wer nicht über GTI oder Buchmal Reisen in die Türkei gereist ist, aber auf einen Flug der Pleite-Airline gebucht ist, sollte sich an seinen Veranstalter wenden, so Hanse Merkur. Die Passagiere werden auf andere Flüge umgebucht. Für die Nur-Fluggäste sieht es dagegen schlechter aus: Die Airline ist nicht gegen Insolvenz versichert.

Flugplätze fehlen. Die Einstellung des Flugbetriebes wird massive Auswirkungen auf Flugreisen in die Türkei in diesem Sommer haben, fürchtet nun Alltours. "Durch den Ausfall fehlen auf dem deutschen Markt plötzlich 400.000 Sitzplätze auf den Sky-Maschinen", sagt Alltours-Chef Willi Verhuven. Last-Minute-Angebote werde es deshalb in diesem Jahr vermutlich nicht geben, so seine Einschätzung. Alltours hat für die nächsten Tage Neubuchungen für Türkeireisen zunächst gestoppt. Der Grund: Zunächst werden die Gäste, die auf den nun wegfallenden Sky Maschinen gebucht waren, auf andere Fluggesellschaften umgebucht, so der Veranstalter.

Umbuchungen laufen. Derzeit arbeitet ein Krisenteam in der Türkei mit Hochdruck daran, den Rücktransport der gestrandeten Gäste zu organisieren. So soll erreicht werden, dass Urlauber in ihren Hotels bleiben können, beziehungsweise mit anderen Airlines nach Hause fliegen können. Bereits gestern seien 200 Personen auf andere Flüge zu deutschen Airports und in die Niederlande umgebucht worden, so Hanse Merkur. Kunden, die auf andere Carrier gebucht sind, werden auch mit diesen zurückbefördert.

Bentour, Öger Tours und Involatus helfen. Unbürokratisch hat bereits Bentour Swiss Hilfe angeboten. "Solange wir Plätze zur Verfügung haben, nehmen wir die gestrandeten GTI-Kunden mit", so Kadir Ugur im Gespräch. Kapazitäten gebe es noch nach Zürich, Basel, Hannover, Hamburg, Tegel und Leipzig - insgesamt rund 80 Plätze, so der Chef des Veranstalters mit Sitz in der Schweiz. Die Aktion werde unspektakulär ablaufen, ist er überzeugt. Seinen Informationen zufolge handele es sich derzeit nur noch um rund 200 bis maximal 300 Gestrandete. Öger Tours bietet den  Gästen ebenfalls seine Unterstützung an. Sie können  sich in der Türkei an die Öger-Tours-Reiseleitung wenden. Diese ist bei  der Suche nach alternativen Rückflügen, Hotels  und  Transfers  behilflich, verspricht der Türkeispezialist. Eingesprungen ist auch Involatus. Der Airbroker steht nach eigenen Angaben in engen Kontakt mit betroffenen Veranstaltern, die Kunden auf Sky Airlines gebucht hatten. Die ersten 75 Passagiere seien bereits nach Eindhoven befördert worden, informiert Involatus. Von dort seien sie per Bus zu ihren Ursprungsabflughäfen transportiert worden. Nach Anfragen diverser Veranstalter verfüge man über eine Liste mit Passagieren. Diese abzuarbeiten habe derzeit oberste Priorität.

Noch kein Insolvenzantrag. GTI-Kunden, die ihren Urlaub noch vor sich haben, müssen sich wohl einen neuen Anbieter suchen. Für Abflüge in den nächsten Tagen sind bereits Stornierungen versandt worden. Ob zu einem späteren Zeitpunkt liegende Reisen durchgeführt werden, müsse noch geprüft werden, so Hanse Merkur. Aufgrund der derzeitigen Sachlage ist es wohl aber eher unwahrscheinlich. Fakt ist allerdings, dass bislang weder ein Insolvenzantrag gestellt, noch ein Insolvenzverwalter bestellt wurde, so Hanse Merkur. Sobald die Insolvenz festgestellt wird, können Kunden kostenfrei stornieren und sich mit ihren Ansprüchen an Hanse Merkur wenden.

Hanse Merkur Reiseversicherung AG, Abteilung RLK-Insolvenz, Siegfried-Wedells-Platz 1, 20354 Hamburg.

 

 

 

 

 

 

 

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