Irische Traumwelt
Vom 02.03.2010: Von: Wolfram MarxDie Region rund um Killarney im Südwesten Irlands bietet in ihrem Nationalpark und auf dem Ring of Kerry spektakuläre Naturerlebnisse
»Dies ist ein Ort, der nicht zu einer Welt gehört, in der Sie oder ich jemals gelebt oder gearbeitet haben. Er ist Teil unserer Traumwelt.« Dies sagte der Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger George Bernard Shaw über die Straße Ring of Kerry und das Hotel Parknasilla in der Nähe des Städtchens Sneem am Ring. Das 1692 erbaute Hotel war im Lauf seiner Geschichte Anlaufpunkt für viele Schriftsteller, Schauspieler und Künstler, die von dort aus den Ring of Kerry erkundet oder einen Abstecher zum Killarney National Park unternommen haben.
Der Ring of Kerry ist eine rund 160 Kilometer lange Panoramastraße, die entlang der Küste der Halbinsel Iveragh führt. Geprägt ist die Straße von spektakulären Ausblicken, stillen Strandab-schnitten und typisch irischen Ortschaften. Zu diesen gehört das im Landesinnern gelegene Killarney, das sich durch seine gute touristische Infrastruktur als Ausgangspunkt für eine Fahrt entlang des Rings anbietet.
Diese Tour wird auch zu einem Ausflug in die irische Geschichte, denn es reihen sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten aneinander. Erste Einblicke gewährt das Cahirsiveen Heritage Center, in dem unter anderem ein Museum über den irischen Freiheitskämpfer Daniel O’ Connell informiert. Noch tiefer in die Historie geht es in Skellig Experience auf der Insel Valentia, die über eine Brücke erreichbar ist. Im Fokus des Besucherzentrums steht die Lebenswelt der Mönche, die hier vom sechsten bis 13. Jahrhundert zu Hause waren. Die Klosterruine ist ein Unesco-Weltkulturerbe. Ein weiterer Ausstellungsabschnitt erklärt Vogel- und Unterwasserwelt der Region sowie die vom Golfstrom begünstigte tropische Vegetation.
Ebenfalls ein Publikumsmagnet ist der Derrynane National Historic Parc mit zahlreichen Naturlehrpfaden durch die Dünenlandschaft. Bemerkenswert ist das 2.500 Jahre alte Staigue Fort bei Castlecove, eine kreisrunde steinerne Anlage mit einem Durchmesser von 27 Metern.
Über Sneem wird das nostalgisch anmutende Kenmare mit vielen kleinen Geschäften und bunten Häusern erreicht. In unmittelbarer Nähe liegt Druid’s Circle, ein Kreis von 15 aufgestellten Sandsteinen. Kenmare ist auch Ausgangspunkt für eine Fahrt auf dem Ring of Beara, auf der gleichnamigen südlich gelegenen Halbinsel. Der Ring of Beara ist zwar weniger spektakulär als der Ring of Kerry, aber ein lohnender Ausflug.
Auf der Strecke von Kenmare zurück nach Killarney verspricht Ladies View einen außergewöhnlichen Blick auf die Seen und Berge rund um Killarney. Die drei Seen Upper Lake, Muckross Lake und Lower Lake in unmittelbarer Umgebung von Killarney gehören zum Killarney National Park. Der Lower Lake ist der größte der drei, und in ihm liegt Innisfallen Island mit den Ruinen eines mittelalterlichen Klosters – per Boot übrigens gut erreichbar von Ross Castle. Mittelpunkt des mehr als 10.000 Hektar großen Nationalparks ist Muckross House. Zum im 19. Jahrhundert erbauten Herrenhaus im viktorianischen Stil gehören Gärten und traditionelle Farmen. Ganz in der Nähe liegt die Ruine von Muckross Abbey, eine der besterhaltenen Franziskanerabteien des Landes.
Der Nationalpark ist mit einem Netz von Wanderwegen ausgestattet, das Seengebiet kann aber auch mit Pony, Boot oder offener Pferdekutsche erkundet werden. Die Wanderwege führen auch durch das Gap of Dunloe. Das Tal trennt den Purple Mountain von den Macgillycuddy’s Reeks. Zu dem Gebirgszug gehören die höchsten Berge Irlands, alle erwanderbar. Der höchste, der Carrantuohill, ist 1.040 Meter hoch.
Killarney Kompakt
Killarney: Die Stadt verfügt über ein gute touristische Infrastruktur mit Hotels in allen Kategorien, Bed & Breakfast-Unterkünften und Campingplätzen. www.killarney.ie
Anreise: Der nächste Flughafen ist Kerry. Angeflogen wird er aus Deutschland von Ryanair. www.kerryairport.de Ansonsten bestehen Bus- und Zugverbindungen aus Dublin. www.irishrail.ie, www.buseireann.ie
Ring of Kerry: Die Panoramastraße sollte gegen Uhrzeigersinn befahren werden. Da Reisebusse nur in dieser Richtung fahren dürfen, entfallen Ausweichmannöver auf den engen Straßen. www.ringofkerrytourism.com


