Hahn Air fordert Insolvenzschutz für Airlines
Vom 01.02.2012:Die Airline-Pleiten der vergangenen Woche mit Cirrus Airlines und Spanair sowie die finanziellen Probleme der Malev haben Hahn Air veranslasst, erneut einen Insolvenzschutz für Fluggesellschaften zu fordern. Mit diesem sollen die Kunden gegen Insolvenzen der Airlines abgesichert werden, so die Idee des Vertriebsspezialisten im Flugsektor. Ziel ist es, dass innerhalb Europas in Reisebüros nur Tickets von Fluglinien verkauft werden dürfen, die gegen eine Zahlungsunfähigkeit versichert sind. "Es ist ein Unding, dass Reisebüros ihrerseits Bürgschaften teilweise in Millionenhöhe gegenüber Fluggesellschaften (oder deren Dachorganisation IATA) zu leisten haben, selbst aber für sich und ihre Kunden keinerlei Schutz vor den Folgen einer Insolvenz ihrer Geschäftspartner erhalten", sagt Katharina Becker, Director Legal Department Hahn Air.
Kunden hätten keinerlei Absicherungen für ihre bis zu ein Jahr im Voraus geleisteten Anzahlungen für Flugtickets. Es fehle an vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen, die den Kunden bei sich in dieser Zeit ergebenden Insolvenzen schützen, heißt es von Hahn Air-Seite. Verlässliche Schutzmechanismen könnten ohne großen Aufwand implementiert werden, jedenfalls bei Verkauf eines Tickets durch ein von der IATA lizensiertes Reisebüro. "Reisebüros werden durch überholte Programmierungen der Vertriebssysteme, welche die Auswahl eines vertraglichen Luftfrachtführers (Ticketing Carrier) diktieren, in unnötige Risiken gedrängt", so Becker weiter.
Der Online-Markt sei nicht regulierbar, aber der Verbraucher habe die freie Wahl, sich dort ins Risiko zu begeben. Mit dem Insolvenzschutz erhalte er aber bei der Ticketausstellung durch ein Reisebüro einen umfassenden Schutz.


