Commerzbank-Studie erklärt 2012 zum "Schicksalsjahr"
Vom 18.01.2012:Nach Einschätzung der Commerzbank wird das Jahr 2012 zum "Schicksalsjahr in der Tourismusbranche". Die Unsicherheiten in der Staatsschuldenkrise könnten sich auswirken, meint die Volkswirtin der Bank, Jutta Kayser-Tilosen. "Das Schicksal der internationalen Tourismuskonjunktur hängt 2012 ein gutes Stück vom Euroraum ab. Die Staatsschuldenkrise dürfte sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen", so Kayser-Tilosen bei der Vorstellung des Reisebarometers auf der CMT 2012 in Stuttgart. Dennoch dürften die deutschen Reiseausgaben im Ausland nach einer Studie des Bankinstituts um zwei Prozent auf 62 Milliarden Euro steigen. "Es geht aufwärts, aber etwas langsamer", erklärt die Volkswirtin. Die Reiseeinnahmen durch ausländische Touristen in Deutschland könnten um etwa drei Prozent auf 28,2 Milliarden Euro steigen.
Die deutsche Urlauber seien noch kostenbewusster geworden, stellt das Geldinstitut fest. Reiche das Budget nicht, werde der Aufenthalt verkürzt. Eventuell werde später gebucht, in diesem Fall hätten oft Inlandsreisen Vorrang. Die Schuldenkrise wirke sich bislang noch nicht auf das Reisen aus.

