Ectaa fordert besseren Schutz bei Airline-Pleiten

Vom 03.02.2012:


Der Europäische Reisebüro- und Reiseveranstalterverband (Ectaa) beklagt in einer Stellungnahme, dass Kunden im Fall von Airline-Pleiten, wie sie jüngst Cirrus Airlines, Spanair und Malév getroffen haben, nicht ausreichend abgesichert sind. Die Kunden hätten keine Handhabe, um ihr Geld für nicht genutzte Flugscheine zurückzuerhalten, so Ectaa. Zwischen dem Pauschalreiserecht, das Kunden für alle Bestandteile eines Reisepakets vollen Schutz gewährleiste, und der rechtlichen Stellung von Nur-Flug-Buchungen klaffe eine Gesetzeslücke, erklärt der Verband. Dass es hier keine einheitlichen Regelungen gebe, sei unlogisch. Schließlich müssten die Kunden Leistungen in beiden Fällen im Voraus bezahlen, oft handele es sich sogar um dieselben Flüge. Im vergangenen Jahrzehnt seien 1,8 bis 2,2 Millionen Passagiere aufgrund von Airline-Pleiten gestrandet und hätten durchschnittlich Kosten von rund 800 Euro tragen müssen.

Bei der Europäischen Kommission liege seit dem 20. Dezember eine parlamentarische Anfrage zu diesem Thema vor, die bislang unbeantwortet geblieben sei. Ectaa fordert die Europäische Union auf, dafür zu sorgen, dass alle Flugpassagiere künftig den gleichen Schutz im Fall der Insolvenz einer Fluggesellschaft genießen.

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