FUR: Urlauber geben mehr Geld aus
Vom 10.03.2010:Elf Prozent der deutschen Urlauber haben nach Erkenntnissen der Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) ihre Reiseausgaben 2009 gegenüber dem Vorjahr eingeschränkt, 54 Prozent haben gleich viel, 22 Prozent mehr ausgegeben. Faktisch habe 2009 ein größerer Anteil mehr ausgegeben als ursprünglich geplant, so die FUR. Dieser Zuwachs rekrutiert sich aus einem Großteil der zu Jahresbeginn noch Unentschlossenen. Unter Berücksichtigung
dieser Verschiebung stimmen tatsächliches und geplantes Verhalten "quasi überein", so die FUR. Die "Sparer" hätten ihre Kosten vor allem über ein geändertes Reiseverhalten gedrosselt, wie die Wahl einer günstigeren
Unterkunft (30%), eines günstigeren Reiseziels (28%) oder die Verkürzung der Urlaubsdauer (27%). Dies stehe im Einklang mit dem schon beschriebenen leicht geänderten Urlaubsreiseverhalten 2009.
Während die Ausgaben der unteren Einkommen stiegen, seien sie bei den oberen Einkommen – auf höherem Niveau – in den letzten Jahren merklich gesunken. Die ungebrochene Lust der "Reicheren" am Reisen dürfe also nicht darüber hinwegtäuschen, dass 2009 gerade in der oberen Einkommensgruppe auch gespart wurde. Während die unteren Einkommen angesichts der Krise zum Teil auf das Reisen ganz verzichtet hätten, hätten die höheren Einkommen
eher im Urlaub gespart.
Die Ausgabepläne der Bundesbürger für 2010 hätten sich im Vergleich
zum Vorjahr kaum geändert: Elf Prozent der Urlaubsreisenden wollten mehr ausgeben als 2009, 59 Prozent gingen von konstanten Urlaubsausgaben aus, zehn Prozent planten Einsparungen ein. Die übrigen 20 Prozent könnten noch keine Aussagen machen.

