Spanair stellt Insolvenzantrag
Vom 30.01.2012:Die spanische Fluggesellschaft Spanair hat drei Tage nach der Einstellung des Flugbetriebs die Einleitung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Den Mitarbeitern teilte das Unternehmen mit, dass die Arbeitsverträge für alle 2.075 Beschäftigten gekündigt würden. Nach Angaben der spanischen Nachrichtenagentur EFE soll es in dem Insolvenzverfahren um Verbindlichkeiten von rund 300 Millionen Euro gehen. Die größten Gläubiger von Spanair sind die skandinavische Fluggesellschaft SAS und die katalanische Regionalregierung. SAS hält derzeit noch rund zehn Prozent der Anteile am insolventen Star-Alliance-Carrier.
Für Kunden der Fluggesellschaft, die bereits Flüge gebucht haben, sind die Aussichten, ihr Geld zurück zu erhalten, angesichts der Insolvenz eher gering. Ersatztransporte, die andere Fluggesellschaften für gestrandete Spanair-Passagiere durchgeführt haben, sind eine reine Kulanzangelegenheit. Zwar haben Passagiere ein Anrecht auf die Rückerstattung des Ticketpreises, doch angesichts der Zahlungsunfähigkeit dürfte es dazu erst sehr spät oder gar nicht kommen. Kunden, die Spanair-Tickets als Teil einer Pauschalreise bei einem Reiseveranstalter gebucht haben, sollten sich an diesen wenden.
Auf ihrer Website teilt die Airline ihren Kunden mit, dass sie bereits gezahlte Flugtickets über Reisebüros und Kreditkartenfirmen zurückerstatten wolle. Details zur Regelung der Erstattungen sollen in den nächsten Tagen folgen. Ansprechpartner seien Spanair-Verkaufsbüros, Schalter der Flughafenbehörde AENA sowie Fremdenverkehrsämter an den Flughäfen.


