Tuifly-Chef rechnet nicht mit Zusatzkosten durch Emissionsabgabe

Vom 26.01.2012:


Dieter Nirschl, Chef der Fluggesellschaft Tuifly, erklärte in einem Interview mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, seine Airline müsse 2012 keine zusätzlichen Verschmutzungsrechte kaufen. „Uns entstehen für den Emissionshandel in 2012 keine Mehrkosten“, so der Tuifly-Vorstandsvorsitzende. Nirschl führt dies auf eine relativ junge Flotte, deren Durchschnittsalter bei sieben Jahren liege, und auf die hohe Auslastung der maschinen zurück: „Im touristischen Streckennetz verbraucht die TUI-Flotte im Schnitt 2,8 Liter Kerosin pro Passagier auf 100 Kilometer. Das sind 30 Prozent weniger als der Branchendurchschnitt von vier Litern. Und 30 Prozent weniger Kerosinverbrauch bedeuten 30 Prozent weniger Klimabelastung.“ Auch für 2013 und spätere Jahre rechnet Nirschl nicht mit nennenswerten Belastungen durch den Emissionsrechtehandel. Die Ausgangslage von Tuifly sei „so gut, dass wir es schaffen können, die Belastungen auch weiterhin gering zu halten“, sagt er.

Grundsätzlich hält der Airline-Manager den Handel mit Emissionsrechten für das richtige mittel, um die Umweltbeeinträchtigungen durch den Flugverkehr zu senken. „Der Ansatz, dass Klimabelastung von den Verursachern bezahlt werden muss, ist absolut richtig. So entsteht ein marktwirtschaftlicher Anreiz, Emissionen im Flugverkehr zu verringern. Denn dann muss man weniger Verschmutzungsrechte kaufen.“ Allerdings teilt er die Kritik von Wirtschaftsverbänden, die einwenden, dass eine einseitige Belastung des Flugverkehrs aus Europa zu einer Wettbewerbsverzerrung führe. Der Emissionsrechtehandel, so Nirschl funktioniere„im globalen Wettbewerb nur auf faire Weise, wenn alle Anbieter einbezogen würden. China sperre sich aber weiterhin dagegen. Wenn die dortigen Airlines nicht zahlten, hätten alle anderen einen Wettbewerbsnachteil.

Ihr Kommentar:
Vorname


Nachname *


E-Mail *


Nachricht *

Sicherheitsabfrage*

Bitte das Ergebins eingeben:

captcha

 

* Pflichtfelder

NEWS | Umfrage

Hat der DRV-Reisebürotag neue Impulse für die Interessenvertretung des Vertriebs gebracht?

Ja
Nein



Kommentar schreiben
WISSEN | Reiseziele
NEWS | Reiseziele | Montag, 16. Januar 2012

Die Magie des Lichts

Schwedisch-Lappland ist vor allem ein Ziel für Aktiv-Urlauber. Neue Produkte sollen den Norden für ein breiteres Publikum attraktiv machen.

mehr


EU Fluggastrechte jetzt kostenlos downloaden

TRAVEL ONE Downloads: Nützliche Dokumente für den Verkaufsalltag herunterladen, aufheben, ausdrucken und beim Kunden punkten.

Alle TRAVEL ONE Downloads ansehen

KIOSK | Travel One

Ausgabe 09/2012

Fußball-Europameisterschaft. Die Ukraine sorgt seit Monaten für negative Schlagzeilen. Das wirkt sich auch auf die Nachfrage nach Tickets und Reisearrangements aus.

Autovermieter. Die Tankregelungen der Anbieter sind mitunter Anlass für Verärgerung. Über die Tücken mit dem Tank.

Frankreich. Marseille wird Kulturhauptstadt. Die Hafenstadt hat sich fein gemacht und ihr Gesicht verändert 

Tunesien. Das Cap Bon im Nordosten gilt als Garten des Landes – dort wird auch Wein angebaut.

Interview. Wie sich Schmetterling-Chef Willi Müller zum Anwalt der Kunden machen will.


Jetzt KOSTENLOS online lesen

PDF-Version zum Download und zum Drucken

Travel One Archiv