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Leserkommentare zu:

DRV fordert Provision auf Kerosinzuschläge

Vom 23.07.08:

Es ist mehr als Recht. Das gleiche Theater des nichtbezahlenwollens gab es vor vielen Jahren, bei den ersten Treibstoffzuschlägen. Nach langem Hin unb Her mussten die Veranstalter dies Treibstoffkosten verprovisionieren. Dass sie sich jetzt wieder weigern, widerspricht ganz klar deren Aussagen, wie wichtig doch ihre Reisebüros als Vertriebsweg sind. Die Provisionen werden gekürzt, der Mindestumsatz in oft fast nicht Erreichbare Höhe geschraubt und da kommen
so lapidare Sprüche wie: Ist in der Praxis gang und gäbe. Oder wir wollen den Geldbeutel des Kunden nicht weiter strapazieren. Doch diese interssiert das gar nicht, denn wenn ich die Autolawinen tagtäglich sehe, welche sinnlos durch
unsere Stadt rollt, wie Autos mehrere Minuten im Leerlauf halten und dann minutenlange Gespräche zum Fenster hinaus mit bekaanten Fussgängern geführt werden, nein da juckt der teuere Benzinpreis nicht und die 20.- oder 30.- Euro Kerosinzuschlag auf der Nahstrecke schon gar nicht. Und wenn ein Kunde eine 7.000.- Euro teuere Kreuzfahrt bucht, dann fallen  350.- Euro   plus  die Provision von 35.- Euro auch nicht mehr ins Gewicht, denn es werden ja auch noch für zig Tausende von Euro schicke Kleider gekauft und die überteuerten Landausflüge zahlt man auch ohne zu murren. Nur wir Reisebüros sollen alles verschenken. Wer schont meinen Geldbeutel?
Manfred Schmid, Leutkirch


Endlich nimmt sich mal jemand dieses leidigen Themas an. Obwohl der Handelsvertreter einen Rechtsanspruch auf Provision auf den Endpreis hat, wird dieser Anspruch von vielen Handelsherren missachtet. Anders als bei einer reinen Flugvermittlung darf der Pauschalreisepreis nicht aufgebrochen werden - ein Treibstoff- oder Kerosinzuschlag ist eine Preiserhöhung und nur der gesamte Reisepreis ist die Basis für den Provisionsanspruch.  Natürlich haben wir als Vermittler Verständnis dafür, dass die Mehrbelastung für die Kunden so gering wie möglich gehalten werden soll. Und es mag auch so sein, dass mit den aktuellen Zuschlägen nur ein Teil der Mehrkosten der Veranstalter an den Kunden weiter geben wird. Aber: Warum werden die Vermittler nicht wenigstens gefragt, ob sie bereit wären, durch Provisionsverzicht an der Geringhaltung der Mehrbelastung für den Verbrauchen mitzuwirken? Vor allem aber stört mich folgendes: durch die Zuschläge werden die Reisepreise erhöht, die Umsätze in den Reisebüros steigen. In den Statistiken der letzten Monaten ist das schön zu erkennen. Nur: die Provisionserlöse steigen nicht in gleichem Maße! Die Preiserhöhungen gehen einher mit einer höheren Inflationsrate. Die Mitarbeiter erwarten mit Blick auf die höheren Umsatzzahlen Lohnerhöhungen, die mindestens die Inflationsrate ausgleichen. Nur wovon sollen die Reisebüros höhere Löhne bezahlen, wenn die Preissteigerungen nicht gleichzeitig zu Erlössteigerungen führen? Das ist kein Thema, über das wir lange diskutieren können, Hier muss schnell und effektiv gehandelt werden. Gut also, dass der DRV das Thema mit dem neuen Mittelstandsausschuss angeht!
Rainer Nuyken, Bietigheim-Bissingen

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