Leserkommentare zu:
TUI-Provision bereitet kleinen Agenturen Sorge
Vom 27.08.08:Ein wohldurchdachter Schritt der TUI, wie man an den Reaktionen bemerkt. Es scheint viele Büros zu geben, die die neue Umsatzgrenze nicht erreichen können; ich auch nicht. Ob die kleinen Büros dem Konzern soviel mehr Kosten verursachen, wie ein etwas umsatzstärkeres Büro? Man erhält weniger Kataloge, weniger Unterstützung, weniger… die Reihe ließe sich fortsetzen. Wenn viele kleine Büros nun Umsätze wegsteuern / die Verträge kündigen, merkt das vielleicht sogar die TUI. Also wohldurchdacht?!
Rüdiger Köhnkow, Bad Hersfeld
Bereits am 10.Juli, nach dem ein Bericht in der Thüringer-Allgemeinen (Manager langen kräftig hin) stand, schrieb ich an den Tui-Vorstand diese Zeilen, aber eine Reaktion darauf habe ich bis jetzt noch nicht bekommen. Jetzt muss ich mir einmal den Frust von der Seele schreiben auch wenn ich mir dabei den Mund verbrenne. Was ich heute aus der Presse entnehmen musste trieb die Wut in mir hoch. Ich arbeite jetzt seit 14 Jahren im Reisebüro, tue wirklich alles für mein kleines eigenes Büro, aber seit der Euroeinführung geht leider mein Umsatz zurück und ich kämpfe ums Überleben. Nun habe ich dieses Jahr noch einen stärkeren Einbruch erlitten als die Jahre zuvor. Ich bekam nur noch 7% am Anfang der Saison 07/08. Nun wurde mir noch ein Prozent abgezogen und mir gleichzeitig mitgeteilt, dass man sofort das zuviel gezahlte Geld zurück buche. Jetzt kenne ich auch den Grund dafür! Unser Konzern Chef Michael Frenzel! Uns kleinen Reisebüros gönnt er keine 10% geschweige 7% und zieht uns gleich die 600,-€ im Vorfeld ab, nur um seine Bezüge innerhalb eines Jahres um sage und schreibe 124% zu erhöhen. Statt der 1,9 Mill. bekommt er jetzt 4,4 Mill. € in den Rachen geschmissen. Das ist eine unverschämte Raffgier dieses Mannes. Kein Mensch hat 1,9 Mill. im Jahr verdient, geschweige denn 4,4Mill.€! Die 10% sind für uns kleine Reisebüros aber lebenswichtig und machen nur ein Trinkgeld aus was dieser Mann im Jahr für sich allein in Anspruch nimmt. Wir verdienen für ihn das Geld und nicht umgekehrt! In unserer Region wo 20% Arbeitslosigkeit herrscht und Jahr für Jahr Leute abwandern ist es nicht mehr zu schaffen, die gestellten Forderungen zu erfüllen. Man sollte endlich die Provisionen nach Größe der Städte bzw. Einwohnerzahlen Staffeln um zu einer gerechteren Auszahlung von Provisionen zu gelangen.Aber wenn mir der Herr Frenzel eine Arbeit für 1% seines Gehaltes anbieten würde, würde ich sofort zuschlagen, denn davon könnte ich meine Familie gut ernähren. Zur Zeit habe ich weniger als ein Hartz IV Empfänger übrig! Danke Herr Frenzel. Ich wünsche noch einen guten Tag und alles schlechte für Michael Frenzel.
Lutz Blobner, Artern

