Leserkommentare zu:
ADV-Chef Blume fordert Fluggast-Profiling
Vom 29.12.2010:Ich finde es gut, denn mir selbst ist bei der Kontrolle am Fluhafen Berlin Tegel
folgendes passiert. Ich hatte einen dünnen Schal locker als Schmuck am Hals und wurde aufgefordert diesen abzulegen, ich hatte damit kein Problem, verstand es zwar nicht, aber ok. neben mir stand ein junges Pärchen.Sie war von oben bis unten eingemummelt mit dickem Kopftuch und und ... Da wurde keine Kontrolle durchgeführt, auch nicht abgepiept.Darüber habe ich mich innerlich sehr aufgeregt. So etwas geht doch überhaupt nicht.Unter dieser Umhüllung hätte sonstwas sein können. Ich hoffe das in dieser Hinsicht die kontrollen geändert werden.
Monika Kaufmann
Jede Bank und jeder Autoversicherer arbeitet bereits mit solchen menschenunwürdigen Methoden; aber es rechnet sich.
Karl Luke
Terrorismus ist nicht abhängig von Staatsangehörigkeit, Alter, Herkunft oder Rasse.
Cristina Figueiredo
Das verstößt gegen die Prinzipien einer zivilierten Welt und passt nicht in ein Land wie Deutschland. Und es hilft sowieso nicht bei der Bekämpfung von Uns-icherheiten.
Yousif Haas
Es ist sicherlich ein Gratwanderung am Rande der Diskriminierung, wobei ich den Ansatz schon für diskussionswürdig halte. Aber die Qualität der aktuellen "Kontrollen" bei meinen vielen Flügen ist dermaßen unterschiedlich, dass man häufig den Eindruck hat, nur das Ego des Kontrolleurs zu befriedigen und das Kontrollergebnis zweitrangig ist. Klar sein dürfte auch, dass man sich seitens der "Schlechten" dann aber auch Personen für den Transport verbotener Gegenstände aussucht, die das Klischee der "Guten" erfüllen.
Dieter Lehman
Alles, was der Sicherheit der Mehrheit dient, ist o.k.
Helene Myers
... diskriminierend und irreführend! Wie viele vorher "unbeschriebene Blätter" sind schon durchgedreht?? Ganz generell muss die Spirale des Gewinnstrebens um jeden Preis zurückgedreht werden zu Gunsten der Sicherheit (und des Service, wie er für uns im Reisebüro selbstverständlich ist)!
Regine Wieseler
Profiling kann ein erster Schritt sein die unsäglichen und kostenintensiven Kontrollmechanismen an den Flughäfen zu entschlacken. Auch hier gilt: eine 100% ige Sicherheit gibt es nicht. Vielmehr müssen neue Methoden entwickelt werden, kreativer auf die Sicherheitsproblematik einzugehen. Die Probleme in Hamburg mit den Körperscannern haben klar gezeigt, dass Technik allein keine Antwort ist.
Andreas W. Schulz
Fluggäste sind keine potentiellen Verbrecher oder Terroristen. Ich finde das Ansinnen einfach erschreckend.
Mareile Storch
Es heißt im Artikel 1 unseres Grundgesetztes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar..." Noch Fragen? Interessant wäre die Frage: Welche geistigen Plattheiten bringen unsere Manager noch hervor?
Fritz Kneiphoff
Sind wir mal ehrlich, im Grunde wird das heute schon praktiziert. Die Oma wird doch eher durchgewunken als der Jugendliche mit einem Arabertuch um den Hals, auch wenn es von ihm keine politische Bekundung sondern ein Modeartikel ist. Wenn am Flughafen wirklich bei den Kontrollen etwas Illegales gefunden wird, ist das meiner Ansicht nach ohnehin auf die Professionalität und Menschenkenntnis des Personals zurückzuführen. Das hoffe ich wenigstens, denn wie wäre es sonst zu erklären, das bei \"normalen\" Leuten schon mal die eine oder andere Wasserflasche, das Deo oder die spitze Metallnagelfeile nicht beanstandet wird. Es gibt keine 100 prozentige Sicherheit, egal ob alle oder nur ausgewählte kontrolliert werden. Und dann bin ich doch eher für Variante 2, weil sie das Reisen etwas entspannter gestaltet. Wir sollten den mutmaßlichen Terroristen nicht auch noch das Gefühl geben, dass Sie uns allen dauerhaft Angst einjagen können. Anstatt Lehrfilme zu zeigen, wie man eine Schwimmweste benutzt sollte man zeigen, wie Attentäter oder andere Spinner durch Solidarität der Passagiere und Crew an Bord in die Knie gezwungen werden könnten. Das wär wenigstens mal spanned, die Leute würden endlich hinsehen wenn die animierten Akteure auf dem Bildschirm erscheinen und es hätte vielleicht eine minimale abschreckende Wirkung - das mit der Weste kann man ja als Nebenhandlung einbauen :-))
Andrea Müller
Das ist nicht diskriminierend. Eher ist es beleidigend, wenn man als Vielflieger, ohnehin schon in allen Datenspeichern transparent, unter Generalverdacht steht. Bei der Einreise in die USA wird man gar wie ein Schwerverbrecher behandelt.
Bernd Schmitz
Am Ende folgt ein generelles Flugverbot für alle Muslime.
Dirk Borowski
Meines Erachtens bewegen wir Deutschen uns mit solchen Forderungen zurück in Richtung unserer unrühmlichen Geschichte. Eine Wiederholung dieser Vorfälle aus den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts möchte ich nicht mehr haben!
Franz-Joseph Koblitz
Was für ein Quatsch! Falls tatsächlich ein Anschlag geplant wird, brauchen sich die Täter nur an diesem Profil zu orientieren und den am „geringsten“ Verdächtigen mit einer Bombe loszuschicken.
Grüße - Karin Habisch
Der gute Herr Blume hätte besser vorher etwas nachgedacht: lt. Grundgesetz ist die Diskirminierung auf Grund untgerschiedlicher Hautfarbe, Religion, usw. verboten. An seinem Biertisch mag er seine Meinung vertreten, aber als hoher Vertreter deutscher Flughäfen hat schürt er unter dem Mäntelchen "Sicherheit" nur rechtes Gedankengut. Er tut Deutschland damit national und international keinen Gefallen!
Claus-D. Binder
Das ist der erste Schritt in Richtung Rassismus! Jetzt werden die Dunkeläutigen ( früher die mit semitischen Aussehen ) vorsortiert .... der Anschlag wird dann von Deutschen organisiert, die zwar toll aussehen aber - s. die Beispiele - einer idiotischen Idee anheim gefallen sind.
Wolf Hanke

