Leserkommentare zu:
Wollen Sie einen neuen Reisebüroverband?
Vom 20.10.2011:Die Frage finde ich schon endlos schlimm und eigentlich schon bodenlos, den Verbänden fällt nichts ein, na dann machen wir mal wieder eine tolle Umfrage und chillen danach wieder unser Leben. Das ist doch ..... die Verbände sollen etwas bewegen und das wird nicht getan! Wir brauchen keinen neuen Verband, sondern ein Instrument, wo wir ad-hoc auf den Markt und die jeweilige Situation reagieren können, die Zugänge müssen für jedes Reisebüro erreichbar und ohne Kosten oder Zugehörigkeit eines Verbandes zu nutzen sein. Es ist doch beschämend zuzusehen, wie die Struktur der Reisebüros zerschlagen wird, z.B. durch die Rückvergütung der Banken - die Veranstalter schauen einfach zu , obwohl es ein einfaches sein müsste, dies im Agenturvertrag zu regeln, leider ist bei den Veranstalter der Bedarf nicht da zu handeln – ich bin ein Mann der direkten Worte und ich muss sagen, bei den Veranstaltern sitzen keine Männer sondern Weicheier ohne Eier! Dies ist aber scheinbar der Trend in Deutschland! Auch bei den Charter-Gesellschaften ist ganz klar, das sie Reisebüros aus dem Geschäft drängen wollen, da noch immer die Service Charge der Reisebüros schön groß auf der Bestätigung erscheint, wo sonst wird denn der Verdienst im Verkauf ausgewiesen und dem Käufer unter die Nase gehalten? Die Airlines geben ihren Verdienst doch auch nicht gegenüber dem Kunden an, dies ist ganz klar ein Vorteil gegenüber dem Reisebüro, und der Kunde bucht die nächste Reise via Internet – toll ich bin begeistert! Noch eine Sache, die TUI vergütet nach Storno nur fünf Prozent, wir haben die Arbeit, erhalten nur noch die Hälfte der Provision, und TUI verkauft diese Reise wieder weiter und lacht sich mal so richtig über die Agenten kaputt – auch eine klasse Sache! Und nun müssen sie mir sagen, warum wir einen neuen Verband benötigen. Wir haben so viele schlaue Leute in den Verbänden, jedoch hält jeder den Ball flach. Dies wird in einem neuen Verband auch nicht besser!
Andreas Gorek, ReiseCenter Rimbach TUI Premium Partner, Rimbach
Vor vielen, vielen Jahren hat es z.B. Interessenvertretungen für die DB-Büros gegeben (z.B. IG-West); die Sitzungen waren immer sehr gut vertreten und es wurde auch einiges in Bezug auf die Bahn bewirkt. Die anwesenden Kollegen waren sich aber auch in vielen Themen mehr einig als das oft heute der Fall ist und haben ihre Probleme und Sorgen geäußert. ABER – es hängt sehr, sehr viel davon ab, wer den Vorsitz einer solchen Interessenvertretung führt und leitet und mit wie viel Herzblut der/diejenige die Interessen der Reisebüros wirklich vertritt. Vielleicht sollte man Herrn Büchy noch etwas mehr Zeit als neuer DRV-Präsident geben; sicherlich werden wir dann eine gute Unterstützung haben.
Vera Weidenbach, DERPART Reisebüro Weidenbach, Bonn
Was soll denn noch ein „Wasserkopf“ mehr. Man sollte sich fragen, was schief läuft in den bestehenden Verbänden, und dann da die Fehler und Unzufriedenheiten beheben. Jeder ist unzufrieden über noch mehr Bürokratie, Institutionen und Verbände, die nichts oder wenig taugen, aber anscheinend lässt das die bestehenden „kalt“ und man wurschtelt weiter so vor sich hin wie bisher, und irgendwann ist die der Missmut so groß, es gibt keine wirklichen Veränderungen, oder man kann sich nicht wirklich durchsetzen, dann meint man, man müsste etwas Neues gründen, um dann nach ein paar Jahren festzustellen, dass es wieder genau so läuft wie bei allen anderen. Ein Umdenken bei den Bestehenden und wirkliches Um- und Durchsetzen der Ziele und wirkliches Einsetzen für die, für die sie da sein wollten/sollten, denn schließlich werden sie auch von denen finanziert, wäre dringend notwendig.
Eva Brandt, Maximilian Ritz & Eva Brandt, Greding
Wie kann ein bestehender Verband, in welchem sowohl die Interessen der Veranstalter als auch die der Reisebüros vertreten sind, wirklich für die von der Sache her finanziell schlechter gestellte Reisebüros, deren Interessen eintreten. Niemand tut dem weh, der Ihn nährt. Oder warum müssen wir die ständig schlechteren Provisionen und deren daran geknüpfte Bedingungen hinnehmen und dafür auch noch zusätzlich die Rechnungen, Bestätigungen und inzwischen auch teilweise schon die Reiseunterlagen der Veranstalter produzieren. Vom Mehraufwand bei Kundenberatungen und den ständig steigenden Kosten für Löhne, Bürotechnik und sonstigen laufenden Kosten ganz zu schweigen. Die Reiseveranstalter schließen Ihre eigenen Reisebüros weil ihre Kosten von den Einnahmen nicht mehr gedeckt werden. Für die meisten freien Büros geht es nur noch ums nackte Überleben. Immer mehr bleiben dabei auf der Strecke. Qualifizierung und Weiterbildung sind vom Inhaber fast nicht mehr finanzierbar, vom Zeitfaktor ganz abgesehen. Wären wir heute so schlecht dran, wenn wir einen Verband hätten, welcher wirklich nur unsere Interessen vertritt?! Auch ein „Deutscher Reisebürotag“ zu dem Ketten und Verbände geladen sind, wo letztendlich auch wieder nur die Interessenvertreter der Veranstalter agieren, bringt uns nichts. „Von wem wird dieses Treffen finanziert?!“ Im Übrigen unsere Büros bestehen seid über zwanzig Jahren. Ich spreche also aus Erfahrung.
Manuela Schwedler, Flair Reisen GbR, Teltow
Meine Meinung ist, dass wir auf jeden Fall einen eigenen Reisebüroverband brauchen, da die bestehenden Verbände Reisebüros wie auch Veranstalter vertreten und insbesondere Fluggesellschaften. Dies ist ein Interessenkonflikt und daher eigentlich nicht vertretbar.
Andrea Dieffendahl, travel connection Touristik GmbH, Langenfeld

