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Leserkommentare zu:

Schmetterling soll Disagio-Belastung stoppen

Vom 05.08.2010:


Die Aktion von den Schmetterlingen ist eine tolle Sache. Ich finde es  nicht schön, dass ein Teil des Disagios die Reisebüros tragen sollen, aber es ist auch nicht sehr toll, wenn der Kunde damit belastet wird. Wir im Reisebüro müssen dies dann wieder dem Kunden erklären und "verkaufen". Bietet ein Veranstalter die Zahlung mit Kreditkarte an, so soll dies im Reisepreis drin sein. In jedem Einzelhandelsgeschäft, in dem man mit Kreditkarte zahlen kann, wird keine Gebühr gegenüber anderen Zahlungsarten verlangt. Und wenn ein Geschäft das Disagio nicht tragen will, bietet es die CC-Zahlung einfach nicht an.
Wieso können dies die Veranstalter nicht genauso handhaben? In fast jeder kleinen Bar in Südamerika kann man mit Kreditkarte zahlen, ohne extra Gebühren zahlen zu müssen - die großen deutschen Veranstalter können sich hier mal eine Scheibe abschneiden!
Anna Koros

Die Aktion von Schmetterling begrüße ich sehr, das ist mehr als überfällig, dagegen etwas zu unternehmen. Es werden schon genug Kosten auf die Büros abgewälzt!
Julia Knaf, Büdingen


Dieser Schritt ist längst überfällig, Gebühren erheben und dann an die Reisebüros ableiten, da machen es sich die Veranstalter mal wieder sehr einfach. Ist die Gebühr im Reisepreis einkalkuliert, gibt es auch keine Diskussionen, warum der eine Veranstalter eine Disagiogebühr erhebt und ein anderer nicht und dann noch in unterschiedlicher Höhe. Schwachsinn und ein unnötig erhöhter Arbeits- und Erklärungsaufwand, der na klar den Reisebüros zufällt. Mit welcher Begründung sollen wir einen Service finanzieren, den ein anderer anbietet? Es ist nur schade das TOC UND TUI nicht auf den gleichen Wege Einsicht gezeigt haben wie REWE. Nun muss wieder Geld für Klagen und Gerichte ausgegeben werden, welches man sonst anderweitig hätte nutzen können. TOC & TUI = Pfui. Schämt Euch!
Jeanette Jordan, Hamburg


Endlich sagt einer etwas und muckt nicht nur vor den großen Veranstaltern. Zu diesem Thema möchte ich allerdings etwas näher eingehen. Vor ca. 20 Jahre hat Herr Majeswki von einem Reisebüro in Wiesbaden gegen das Deutsche Reisebüro in Frankfurt geklagt und gewonnen. Der Grund der gerichtlichen Auseinandersetzung waren die Kosten die DERDATA damals für die Bearbeitung der Abrechnungen z.B. Bundesbahn den Reisebüros. in Rechnung stellte. Er hat diesen Musterprozess für alle Reisebüros geführt und ab diesem Termin mussten wir keine Gebühren an DERDATA für Abrechnung  der DB, Europäische, DER-Schiffsfahrschein übernehmen.
Hans D. Schmitz, Wittlich


Ich finde es toll von den Schmetterlingen, endlich mal der Willkür Flagge zu zeigen, insbesondere wenn natürlich den Erklärungen auch Taten folgen.
Bünyamin Can, Kassel


Ich muss voll zustimmen dass es ein Unding ist, dass der Vermittler mit der vom Veranstalter angebotenen Zahlungsart mit belastet wird. Dass es auch Veranstalter gibt die vertriebsfreundlicher und rechtlich einwandfrei agieren zeigt das Beispiel Dertour/Meiers und auch FTI, wofür ich Lob zollen möchte. Dass vor allem die Anzahl der Kreditkartenzahlungen durch die Kostenbeteiligung reduziert werden soll ist klar aber so wie es Cook/TUI macht, dass wir im Reisebüro dann quasi versuchen müssen die Zahlart Kreditkarte zu verschweigen oder dem Kunden auszureden - das ist die Folge davon - kann auch nicht im Sinne des Image des Veranstalters liegen. Ich möchte nicht wissen, wie viele Reisebüros den schwarzen Peter dem Veranstalter zuschieben und dem Kunden sagen, z.B. Cook akzeptiert keine Kreditkarten. Zudem finde ich in diesem Fall es vor allem rechtlich äußerst bedenklich und ärgerlich, dass diese beiden Platzhirsche, die Kostenbeteiligung bei der Endkundenbuchung im Internet dann aber übernehmen ohne zu murren. Konsequenter und loyaler wäre es, sie dann wenigstens hier dem Kunden zu berechnen.
Michael Lenker, Fürth


Das hört sich doch gut an, dass man das nun auch rechtlich prüfen möchte. Wir drücken die Daumen, für den Initiator und für uns als Reisebüro.
Claudia Scibelli, Baden-Baden


Dieses Thema gehört jetzt endlich geklärt, zeigt aber die Leidensfähigkeit der Reisebüros und was alles einfach hingenommen wird. Wieso sollen Reisebüros Disagio dafür bezahlen, dass das Geld direkt vom Kunden zum Veranstalter fließt? Letztlich verringert es die Liquidität der Büros und birgt null Vorteile, die eine Gebühr gegenüber dem  Reisebüro rechtfertigt.
Volker Selzer, Neu-Ulm


Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass das Disagio den Kunden belastet werden soll. Denn immerhin verlieren Reisebüros auch den Umsatz der Versicherung die in den meisten Kreditkarten inbegriffen ist. Aber wenn in den Reisebüros nicht mehr mit Kreditkarte bezahlt werden kann dann besteht die Gefahr dass die Kunden im Internet buchen. Unsere Meinung ist, dass der Kunde das Disagio selber zahlen muss da er auch die Vorteile der Kreditkarte nutzen darf.
Ramona Huber Illertissen


Endlich mal einer, der etwas dagegen unternimmt. Ich war schon immer der Meinung, dass das rechtlich nicht zulässig sein kann. Genau wie Schmetterling bin auch ich der Meinung, dass der Veranstalter die Zahlungsart anbietet und akzeptiert und der Kunde diese in Anspruch nehmen möchte, also können diese Gebühren auch nur von diesen Parteien gefordert bzw. beglichen  werden. Mich wundert nur, dass der DRV bisher nichts in dieser Richtung unternommen hat. Warum eigentlich nicht? Und wie stehen die Kreditkartengesellschaften dazu?
Ingrid C.Oellien, Bonn


Da stehe ich zu 100% dahinter!
Michael Kehl, Schorndorf


 

Für uns, als selbstständiges Reiseunternehmen, kommen derartige Belastungen aus meiner Sicht immer besonders zum tragen. Wir sind weder in der Lage, wie verschiedene Partnerbüros, direkte "Firmenrabatte" den Kunden einzuräumen, noch mit BSW Vergünstigungen o.ä. Kunden zu locken. Im Gegenteil, wir verlieren dadurch noch gute Stammkunden. Uns bleibt doch in den meisten Fällen nichts anderes übrig, als derartige Kosten zu übernehmen, um die Kunden nicht zu verlieren. Ständig sind wir jeglicher Willkür der großen Veranstalter ausgesetzt. Es wäre wünschenswert, wenn mehr solcher Gegenmaßnahmen von den Verbänden wie TSS oder Schmetterling kommen würden. Es ist wirklich nicht einzusehen dass es kontinuierlich zu direkter oder indirekter "Provisionskürzung" kommt, auch wenn das Umsatzgesamtvolumen relativ konstant ist. Die Veranstalter propagieren zwar Jahr für Jahr steigende oder fast konstante Umsätze, aber die Bedingungen für die Reisebüros werden durch "Knebelverträge" wahrlich nicht partnerfreundlich gestaltet. Sollten also Kooperationspartner Unterstützung für ein gerechteres Miteinander benötigen, denke ich, sind garantiert viele Büros bereit dafür einzutreten.
Sabine Gasch, Dresden


Diese, alle Reisebüros interessierende, Frage wurde auch auf der Jahrestagung der RTK 2009 in Dresden zwischen Veranstaltern und Reisebüros heiß diskutiert. Die Veranstalter wie z.B TUI in Person von Frau Feld Türkis sagten zu, diese Problematik zu klären. Wir warten darauf. Die Kosten sind eindeutig nicht vom Reisebüro zu tragen!
Alexander Schott


Das wurde aber langsam auch mal Zeit, dass sich mal jemand darum kümmert. Die Argumentation von Schmetterling ist nachzuvollziehen. Es kann nicht sein, dass Reisebüros mit diesen Kosten zusätzlich belastet werden. Mich wundert nur, dass bisher alle anderen Ketten und Kooperation das ohne weiteres sang- und klanglos hingenommen haben. Wäre es nicht mal an der Zeit gewesen, dass umsatzstarke Ketten wie LCC, DERPART, TLT und andere den Veranstaltern auch schon vor mehreren Jahren klar gemacht hätten, dass man nicht bereit ist, dies so hinzunehmen ? Der von mir sehr geschätzte Klaus Läpple mit seinem DRV hätte dieses Thema schon vor Jahren aufnehmen können und müssen, und auch vom ASR hat man in diesem Zusammenhang nie etwas gehört, oder? Wer die Zahlungsart "CC" zulässt, der hat auch für die damit entstehenden Kosten einzustehen.
Rolf Kullmann, Wuppertal


Ich finde es ganz toll, dass mal endlich jemand dieses heiße Eisen anpackt. Ich finde es eine Unverschämtheit. Die Veranstalter suggerieren uns immer eine Gleichstellung mit dem Internet. Hier werden die Gebühren jedoch von den Veranstaltern getragen. Was rechtfertigt die Weiterbelastung an uns? Hoffentlich fällt schnell ein Urteil zu Gunsten der Reisebüros. Wie man sieht geht es auch anders. DERTOUR nimmt ab neuem Geschäftsjahr nichts mehr.
Kerstin Willershäuser, Biedenkopf


Recht so, dass mal endlich dagegen angegangen wird. Es ist ein Unding auf diesem Umweg  die Provision der Reisebüros zu kürzen! Wenn man bei einer Airline mit der Karte bezahlt, übernimmt die Airline das Disagio oder belastet den Kunden direkt mit einer Pauschalgebühr.
Klaus Reinecke, Gifhorn


Es sollten alle Kooperationen dagegen angehen. Viele Kunden haben eine Versicherung in der Karte, so dass man sie schlecht nicht akzeptieren kann und womöglich noch eine Versicherung extra verkaufen muss.
Ilka Tergan-Jacob, Hannover


Für mich eine längst überfällige Aktion gegenüber den entsprechenden Veranstaltern. Erhält meine volle Unterstützung!
Gerald Lange

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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