Leserkommentare zu:
Luftverkehrssteuer bis zu 26 Euro
Vom 16.07.2010:Mir persönlich kommt es ganz gelegen, dass nun endlich auch Flüge eine Steuer bekommen. Wir haben nicht nur ein Reisebüro, sondern auch ein Busunternehmen: die Dieselpreise steigen ständig, somit auch die Steuereinnahmen des Staates und Kerosin ist steuerbefreit, da stimmt meiner Meinung nach etwas nicht.
Kerstin Dorn
Brüderles Ministerium hatte in einem internen Positionspapier vor der Steuer gewarnt. Diese könne "Einnahmeminderungen und Wertschöpfungseinbußen, die sich bis zur Höhe des Doppelten der mit der Luftverkehrssteuer erwarteten fiskalischen Einnahmen" in Höhe von einer Milliarde Euro jährlich bewegen, nach sich ziehen.
Philipp Fahrenkrog
Diese Steuer ist längst überfällig. Es kann nicht sein, daß Flugreisen billiger sind als Busreisen, weil Busunternehmen schon seit Jahren durch höhere Steuern belastet werden.
Clivia Stein
Diese übereilte und wenig durchdachte Aktion ist wieder einmal leider typisch für eine Regierung, die sich nicht um die Folgewirkung in der Luftfahrt und um die damit zusammenhängenden Arbeitsplätze schert. Anscheinend sieht die Regierung Airlines und Fluggäste als billige (Geld)Zapfstelle - ohne Nebenwirkungen an - eine fatale Betrachtung, aber aus Fehlern von anderen (siehe Niederlande) wird man ja bekanntlich nicht klug!
Andreas Schulz
Bereits im Gesundheitswesen steigen die Pflichtbeiträge und der Zusatzbeitrag hat keine Obergrenze mehr. Das jetzt auch noch eine Luftverkehrssteuer eingeführt werden soll überschreitet die Schmerzgrenze vieler. Damit werden viele Familien auf das Auto umsteigen, da ja die Bahn nach den letzten Meldungen ebenfalls keine Alternative darstellt. Wie sich bereits in Holland gezeigt hatte, sind die zu erwartenden Einbrüche enorm. Das ganze hätte somit weitreichende Folgen für Deutschland : 1. Stellenabbau im Reisebüro, am Flughafen und allen angeschlossenen Betrieben. Weniger Staatseinnahmen, durch weniger Reisende ab Deutschland. Höhere Umweltbelastung durch Anreisen in das benachbarte Ausland... Alles in allem also eine mehr als kontraproduktive Schnapsidee !
Sascha Schlegel
Man hat in den Niederlanden gesehen, was die Konsequenz einer solchen Steuer war: Abwanderung der Passagiere nach Deutschland und Belgien - also hat man die Steuer wieder abgeschafft. Die Passagiere haben also mehr CO2 verbraucht, weil die Anreise zu den Flughäfen länger wurde.
Die Abgabe ist im Sparpaket der Regierung als Sparbeitrag der Wirtschaft verkauft worden, tatsächlich belastet sie aber die Verbraucher, schädigt dem Luftverkehrsstandort Deutschland und gefährdet Arbeitsplätze.
Die Regierung enttäuscht damit mehr denn je. Man muss es so sehen:
Damit ist die Finanzierungslücke zur Senkung der Mehrwertsteuer für Hotels geschlossen. Und jeder der jetzt diese Zusatzabgabe zahlen wird - und ich nehme Wetten darauf an, das diese Kosten auf den Ticketpreis aufgeschlagen werden - darf sich darüber freuen, dass die Mehrkosten für die Hoteliergeschenke damit ausgeglichen werden.
Hubert Munkes
Deutschland sollte diese Steuer nicht im Alleingang einführen, da sonst hauptsächlich die Flughäfen im grenznahen Bereich mit größeren Einbußen zu rechnen hätten, was dann Arbeitsplätze etc. kostet. Um Geld in die Kassen zu bekommen, sollte man sich lieber mal an die PKW-Maut mit Handhabung wie in der Schweiz oder in Österreich trauen, dann würden auch die vielen Transitreisenden Ihren Beitrag zu den kaputten Autobahnen leisten.
Monika Schneider
Die Warnung vor dem massenhaften Verlust von Arbeitsplätzen ist ja immer zu hören. Persönlich galube ich, dass die Provisionsregelung mancher Reiseveranstalter mehr Unsicherheit schafft und Arbeitsplätze in der Touristik vernichtet. Und vermutlich wird die Steuer eher die Low-Cost-Carrier treffen, deren Preise sich durch die Steuer deutlich ändern. Keiner wird daheim bleiben, weil das 500-Euro-Ticket plötzlich 26 Euro mehr kostet ... Interessanter ist die Frage, wer die Steuer einzieht und abrechnet. Und wer für diese Leistungen bezahlt. Und was nach Abzug der Kosten von den Steuern noch übrigbleibt
Thomas Kratsch
Einserseits ist es richtig, dass der Luftverkehr keine Ausnahme eines generellen Besteuerungs- systems zu machen braucht, andererseits ist die Begründung "der Staat muß sparen" dafür nicht stichhaltig: "Sparen" heißt, weniger auszugeben - hier aber will der Staat mehr einnehmen! Andererseits sind auch die hysterischen Reaktionen aus der Flugbranche völlig überzogen: wegen EUR 13, bzw. 26 für längere Strecken, wir realistisch wohl kaum jemand auf den Flug verzichten. Es steht aber zu befürchten, daß eine neue Gebührenspalte eingeführt werden wird und die, die am Ende der Kette sitzen und den Kunden Preise erklären und Rechnungen stellen müssen, einen weiteren bürokratischen Arbeitsschritt zu erledigen haben - die Reisebüros. Die Alternative wäre, die Fluggesellschaften zu verpflichten, die neue Gebühr in den Flugpreis zu integrieren.
Claus-D. Binder, Grafing
Sollte die Regierung doch lieber mal die Zahlungen für das Ausland oder Ihre Diäten kürzen. Statt den kleinen Leuten immer mehr Geld wegzunehmen. Aber das ist ja das einfachste. Frechheit wie die Herrschaften mit unseren Existenzen umgeht.
Joachim Söding-Schneider, Laatzen
Unsere Regierung wird uns noch den letzten Tropfen Blut aussaugen! Im Jahr
2008 konnte Deutschland die höchsten Steuereinnahmen verzeichnen, die jemals erzieht wurden! Anstatt den Soli sowie sämtliche Subventionen abzuschaffen werden wir Deutschen systematisch von unserer eigenen Regierung in Berlin abgezockt und lassen uns dies auch noch alles so gefallen! Dieses Vorhaben wird, unsere Produkte in der Touristik, weiter durch Abgaben an den Staat verteuern.
Alexander Growe, Gottmadingen
Absolut nicht zu aktzeptieren! Jetzt muss ein Aufschrei durch die gesamte Touristikbranche gehen und der Protest organisiert werden. Nur wer richtig "meckert und schreit" wird auch wahrgenommen. Es geht um unsere Interessen, denn eine solche Steuer trifft die gesamte Branche. Nicht nur Airlines und deren Kunden ,d.h. Reiseveranstalter und Reisebüros, genauso die Flughäfen und deren Leistungsträger.Es trifft auch die Zielländer durch weniger Gäste und weniger Einnahmen! Die Fluggesesellschaften sind bereits aktiv geworden. Jetzt müssen die Reiseveranstalter Ihre Lobby in Berlin aktivieren. Wir Reisebüros sollten zu Unterschriftenaktionen aufrufen um Druck auzubauen. Jeder Fluggast kann an Bord zu einer Unterschrift gegen die Steuer gebeten werden. Unsere Branche leidet sowieso schon unter der Kaufzurückhaltung der Kunden durch das dauernde Gerede über Steuererhöhungen, Erhöhung der Krankenkassenbeiträge, Zuzahlung bei Medikamenten und so weiter und so weiter... Die von uns gewählten Volksvertreter sollten mal Ihre Wahlversprechen umsetzen und die Steuren senken. Es geht ja nicht an ihren "Geldbeutel" und das Geld anderer Leute lässt sich hervorragend ausgeben. Liebe Kollegen - wer nicht kämpft hat schon verloren.
Rudolf Neumann, Schwarzenbek

