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Leserkommentare zu:

Neue Provisionsmodelle von TUI und Thomas Cook

Vom 28.07.2010:


Das TUI-Provisionsmodell ist das beste Provisionsmodell der letzten fünf Jahre (gefühlte zehn Jahre). Es wird doch wieder die Augenhöhe der TUI zu den Reisebüros gesucht. Der Malus war überhaupt nicht angemessen, da gerade die stationären Reisebüros die angebotenen Reisen der "Leitveranstalter" über Jahre vertrauensvoll gebucht haben und zum Erfolg der Reiseveranstalter beigetragen haben. Es ist immer sehr enttäuschend, wenn das von den Reiseveranstaltern vergessen wird. Ein gutes Produkt benötigt keinen Malus. Beim TUI-Provisionsmodell werden jetzt auch die nicht so buchungsstarken Reisebüros einbezogen. Das schätze ich besonders. Auch das TOC-Provisionsmodell hat sich grundsätzlich verbessert. Aber Agenturen unter dem magischen Umsatz von 145.000 Euro werden doch nicht wirklich Ernst genommen, denn ansonsten kann ich mir Provisionen in Höhe von 7 % bei den stationären Vertriebspartnern nicht erklären und das bis zu einem Umsatz in Höhe von 100.000 Euro, ohne Chance auf mindestens 10%. Diese Reisebüros können nur andere Reiseveranstalter mit einem ähnlichen Reiseprogramm buchen, da ihre Existenz ansonsten weiter bedroht ist. Das B-Sortiment ist für diese Agentur auch die Höchststrafe. Ich verstehe nicht, warum andere Reiseveranstalter auskömmliche Provisionen für Reisebüros zahlen und nicht diese Staffeln einbauen. Da sollte TOC/Nec doch mehr auf die Stimmen der Reisebüros in der Fachpresse hören, die gebündelten Stimmen der QTA/RTK einbeziehen und den Veranstaltermarkt beobachten. Dann kann dieses Modell nur schnellstens überarbeitet werden. Ansonsten wird TOC/Nec weiterhin von den Reisebüros links liegen gelassen und der Weg zu Reiseveranstaltern gesucht, die auf Augenhöhe mit den Reisebüros zusammen arbeiten. Ich finde das logisch. Wenn es das gewünschte Ergebnis von NEC/TOC ist, dann weiß ich jetzt schon wie deren Buchungssaison im nächsten Jahr aussieht. Beide Modelle haben noch starken Handlungsbedarf bzgl. Disagio, Provisionen für Stornierungen und andere Details. Ich bedanke mich aber jetzt schon für die Verhandlungsarbeit der QTA-/RTK-Gruppe. für die wachsende Mehrzahl der Artikel in der Fachpresse meiner Kollegen, für die Einsicht bzw. Teileinsicht der beiden Reiseveranstalter, rundum bei den vielen Aktiven, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben. Weitere Verhandlungen müssen noch folgen bis wir nicht als Reisebüros mehr 1/5 unserer Zeit aufbringen müssen, um ständig die Modelle mit den Details abzugleichen und uns zu orientieren. Wir Reisebüros suchen die besten, zu unseren Kunden passenden Angebote, im Preis-Leistungsverhältnis. Das sichert uns das Vertrauen unserer Kunden und damit unsere Reisebürozukunft.
Heike Lessner

 

 

Endlich setzt ein großer Veranstalter ein deutliches Zeichen. Das neue Provisionsmodell von TC dürfte mit Abstand das Beste am Markt sein. Weiter so, TC…
K.-H. Röben

 

Ihre News-Meldung " TUI krempelt Provisionsmodell um" klingt für unser Büro momentan leider wie der letzte Hohn. Die TUI hat in den vergangenen 2 Wochen knappe 4.500,- € Euro Malus von unserem Agenturkonto abgebucht (also während des laufenden Geschäftsjahres!!!). Da wir als Kanarenspezialisten seit Jahren mit der Software von "travel-IT" arbeiten, sind wir dieses Jahr extrem bei der TUI abgefallen, da durch deren Software-Umstellung leider keine TUI-Kanarenangebote im Preisvergleichssystem von LMplus enthalten sind. Daraufhin kriegten wir sowohl von TUI, als auch natürlich 1-2-Fly, eine rückwirkende Provisionsverminderung von 10% auf nur noch 6,5% zu spüren. Und das alles, ohne das mal jemand von der TUI ein persönliches Gespräch mit unserem Büro gesucht hat! Einfach so lapidar per TUI-Post! Da kriegt man echt Anfälle, wenn man jetzt lesen muß, dass der Malus abgeschafft wird. Also schnell noch mal bei uns Geld holen, bevor es später nicht mehr möglich ist?
Michael Koenigs, Grefrath

 

Der Schmetterling-Beirat begrüßt das neue TUI-Provisionsmodel als klares Bekenntnis zum Reisebürovertrieb. „Besonders erfreulich ist die klare und einfache Provisionsstruktur mit einer Einstiegsprovision von 10% für alle Vollagenturen und einer deutlich verbesserten Einstiegsprovision für alle kleineren Agenturen, die unter dem Mindestumsatz von EUR 200.000,00 liegen“, so André Bruns, Sprecher des Schmetterling-Beirats.
Mit diesem Provisionsmodel ist der Malus bei der TUI vom Tisch. Eine langjährige Forderung der Schmetterling-Reisebüros, die nunmehr endlich seitens des Veranstalters umgesetzt wurde. Mit einer klaren und verständlichen Leistungsprovision sind die Erträge für jedes Reisebüro in Zukunft planbar. Das war in der Vergangenheit bei der TUI nicht der Fall. Auch das neue eingeführte Wachstumspolster, das sich im Falle eines Umsatzminus im Folgejahr auswirkt, schafft bei den Schmetterling-Reisebüros zusätzliches Vertrauen.
Besonders positiv hervorgehoben wird seitens des Schmetterling-Beirates die volle Provisionierung der X-Veranstalter. Hier sollten sich andere Veranstalter , die damit liebäugeln, bei den X-Veranstaltern die Provision zu kürzen, wie es aktuell bei der Rewe-Gruppe angedacht ist und bei Neckermann im neuen Provisionsmodel bereits umgesetzt wurde, ausdrücklich ein Beispiel an der TUI nehmen.
Auch die volle Provision auf Anreisepakete bei TUI Cruises ist in diesem Zusammenhang als positiv hervorzuheben.  Hier bietet sich für die Schmetterling-Büros mehr als nur  eine Alternative zum Negativbeispiel AIDA, die ihre Anreisepakete nur noch mit 5% verprovisioniert.
Als nicht zufriedenstellend am neuen Provisionsmodel der TUI wird weiterhin die gekürzte Provision von 5% auf die Stornoumsätze sowie die Kostenbeteiligung der Reisebüros bei Kreditkartenzahlungen gesehen. Insbesondere die Provision auf Stornoumsätze ist nicht akzeptabel. „Hier werden wir versuchen, mit der TUI spätestens zum nächsten Geschäftsjahr zu einer anderen Lösung zu kommen, da die jetzige Lösung absolut nicht marktgerecht  ist“, so Bruns, der auch Mitglied im TUI-Inhaberbeirat ist. „Wenn die TUI damit argumentiert, dass sie eine Erhöhung der Stornoprovisionen nur zu Lasten der allgemeinen Provisionen vornehmen könne, dann spricht nichts dagegen, die Stornosätze um 5% zu erhöhen, um eine auskömmliche Provision an die Reisebüros bei Stornierungen zu zahlen“, so Bruns abschließend.
André Bruns, Sprecher des Schmettelring-Beirates

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