EuGH: Gebuchte Airline muss entschädigen

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Der Anspruch auf eine Ausgleichszahlung nach den EU-Passagierrechten besteht bei einem Wetlease-Flug gegenüber der Fluggesellschaft, die der Passagier gebucht hat, und nicht gegenüber der, die tatsächlich geflogen ist. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) gestern in einem Verfahren gegen Thomson Airways entschieden. Dabei hatte Tuifly eine Maschine samt Besatzung der britischen Schwester eingesetzt. Nach Auffassung der Richter ist diejenige Airline als “ausführendes Luftfahrtunternehmen” im Sinne der Passagierrechte verantwortlich, die die Entscheidung trifft, einen bestimmten Flug durchzuführen und dadurch ein Angebot für den Luftverkehr zu schaffen. Dabei betrachtet es der EuGH als unerheblich, dass Tuifly in der Buchungsbestätigung den Wetlease-Partner als ausführende Fluggesellschaft genannt hatte.

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