Kein gutes Jahr für Thomas Cook

Foto: Thomas Cook

Die Thomas Cook Group muss das Geschäftsjahr 2017/18 mit einem Verlust von 163 Millionen Pfund abschließen. Im Vorjahr gab es noch einen Gewinn von neun Millionen Pfund. Grund ist das schwächelnde Veranstaltergeschäft vor allem in Großbritannien. Konzernchef Peter Fankhauser sieht eine Ursache dafür im heißen Sommer. “Der Gewinn in unserem Reiseveranstaltergeschäft ist um 88 Millionen Pfund gesunken, da die anhaltende Hitzewelle unsere Möglichkeiten einschränkte, die geplanten Margen im letzten Quartal zu erreichen.“

Gut gelaufen ist es dagegen bei den Konzern-Fluggesellschaften. Hier konnte die Thomas Cook Group den Gewinn um 35 Millionen Pfund steigern. Und das trotz der Marktturbulenzen, die durch die Pleiten von Monarch und Air Berlin sowie durch die zahlreichen Streiks bei den europäischen Fluglotsen ausgelöst wurden.

Auch für den laufenden Winter sieht es bei Thomas Cook nicht rosig aus. Insgesamt liegen die Buchungen drei Prozent unter dem Vorjahr, im Quellmarkt Kontinentaleuropa zwei Prozent. Sorgenkind ist Nordeuropa mit einem Minus von acht Prozent. Ursache ist eine geringere Nachfrage nach den Kanarischen Inseln. Gut schneiden dagegen die Türkei, Ägypten und Tunseien ab. Dort suchten die Kunden Alternativen zu den teureren Hotels auf den Kanaren, heißt es. Auch im Winter läuft es bei den Airlines besser als im Veranstaltergeschäft.  Condor und Co. bescheren dem Konzern ein Buchungsplus von zehn Prozent.

 

 

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