Neue Belastung für Bahn-Agenturen

Foto: DRV

Viele Arbeit für wenig Verdienst, das ist der Alltag der derzeit rund 2.100 Bahn-Agenturen. Aber es kann noch Schlimmer kommen. Der Verkehrs- und Tourismusausschuss des Europäischen Parlaments hat am Dienstag eine Neufassung der Fahrgastrechte beschlossen. Demnach müssten die Reisebüros die Bahnkunden zukünftig auch nach Reiseantritt über Verspätungen und Anschlussverbindungen informieren und Hilfeleistungen im Fall von Verspätungen leisten. Das heißt sie müssten den Kunden Mahlzeiten anbieten und für Hotelunterbringung sorgen. Der DRV kritisiert die Pläne als „lebensfremd“. Zumal die Vertragsbeziehung zwischen Reisenden und Bahnunternehmen bestehe. „Wenn die typischerweise kleinen und mittelständischen Betriebe diese neuen Verpflichtungen übernehmen müssten, wäre dies das Aus für den Fahrkartenverkauf im Reisebüro“, klagt DRV-Präsident Norbert Fiebig. Der Verband hat seine Bedenken bereits gegenüber Bundesjustizministerium formuliert und hofft nun, dass die Beratungen im EU-Ministerrat zu einer vernünftigen Lösung führen.

 

 

 

8 Antworten auf Neue Belastung für Bahn-Agenturen

  • Hochbezahlte Manager, die anscheinend nie einen Managementkurs belegt haben…

    Lektion 1: “Der Point of sale ist das letzte, an dem Du sparen darfst, denn von dort kommt das Geld, das Du brauchst!”
    Air Berlin trat in direkte Konkurrenz zu ihren Agenturen: Wir waren nicht blöde genug uns einen schlechten Namen durch höhere Preise zu machen… PLEITE
    Die Bundesbahn tut alles dafür, dass wir den Verkauf der Fahrkarten einstellen… Ergebnis ? … Na warten wir mal ab, wenn staatliche Förderungen nicht mehr den Umfang wie bisher haben.

    NIEMAND kann für 10% einen effektiven Vertrieb seines Konzerns sinnvoll aufbauen!!! Wir können das durch die Bündelung verschiedener Konzerne zu einem Gesamtvertrieb!

    Aber machen wir doch gerne so weiter: Der Chef der DB (der die Schieflage verursacht hat) wechselt mit Millionen Abfindung zu BER (war wohl nichts), der Chef der AB (der die Schieflage zu verantworten hat) wechselt als “Retter” zur DB (war wohl nichts) und nachdem das auch schief ging mit Millionen Abfindung als “Retter” zu BER. … und wer konnte ahnen, dass er das auch nicht hinbekommt??? (jeder vernünftig denkende Mensch) dann bleibt für alle, die mehrfach gescheitert sind: Die RWE oder ein anderer Energiekonzern, da dürfen die dann mit weiteren Millionen bis zur Rente (die dann ja hoch genug ist) ihre Zeit absitzen.

    Seltsam ist nur: Wenn einer von uns scheitert… wo bleiben die Millionen? … wo bleiben die Vorstandsposten?.. wo bleibt die Rente??? … uns bleibt das Sozialamt mit Millionen anderen, die da versuchen dürfen, sich ein Mindesteinkommen zu erstreiten!!!

    Die Nachfrage nach Flugtickets und DB Fahrkarten ist da… aber uns bleibt ja dann noch Flixbus, Flixtrain, und ein paar Airlines, die wir verkaufen können, oder das Ausweichen zu eigen veranstalteten Flügen mit Easyjet usw.
    … und ja, es geht noch billiger mit noch weniger Service und noch komplizierteren Buchungswegen…
    und genau die, weche das BILLIGSTE verlangen, sind die, welche genau wissen, wie sie von Unregelmässigkeiten am meisten profitieren.

    Mensch bleiben, MITEINANDER leben und handeln, Verständnis zeigen, ein partnerschaftliches MITEINANDER, das fehlt. GEMEINSAM, zum gemeinsamen Erfolg finden, Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen…..

    ICH bleibe Mensch und verzichte auf alle die, welche glauben, eine neue Art von Sklaverei umsetzen zu müssen. Massa buana – ohne mich!

  • Sollte dieses Gesetz kommen, werden wir unsere Bahnagentur zurückgeben. Haben die in Brüssel nichts anderes zu tun, als uns noch weitere Belastungen auzulasten. Wir laden die/den Kommissar ins Büro ein und soll sich vor Ort einmal ansehen, welche viele Arbeit wir jetzt schon vornehmen müssen.

  • Wir sind eine sehr starke DB Agentur und denken jetzt schon ans aufhören. Die Provision ist nicht ausreichend für die Arbeit, welche schon jetzt geleistet wird. Es bleibt nicht beim Verkauf. Ständig müssen wir für alle Kunden der Bahn ( auch Online Kunden ) die Rückfahrt prüfen, da die Bahn so unzuverlässig ist. Die Kunden haben kein Vertrauen und suchen den persönlichen Kontakt. Die Bahn selbst ist persönlich kaum anzutreffen….. Ständig wird der Fahrplan gewechselt und Umbuchungen ohne weitere Provisionen sind der Alltag. Uns werden Mindestöffnungszeiten in den Vertrag geschrieben usw.

    Sollte die nächste Änderung zu Ungunsten der Agenturen kommen ist sofort Schluss! Wir sind hier in St.Peter-Ording in einem beliebten Ferienort an der Nordsee und halten für die Bahn den Kopf hin.

    Das muss besser honoriert werden!!

  • Ein solches Vorhaben wäre mehr als “lebensfremd” es wäre total unsinnig und überhaupt nicht
    umsetzbar.

    Ich arbeite in Rothenburg odT, am Bahnschalter, habe tagtäglich mit vielen Touristen aus aller Welt zu tun, die alle in unterschiedlichen Richtungen unterwegs sind und meist weder der deutschen noch der englischen Sprache mächtig sind.

    Man müßte von jeden Kunden der eine Fahrkarte kauft, ob bekannt oder ein Fremder, die Anschrift aufnehmen, wann und wohin er reist. Wo bleibt hier noch der Datenschutz.

    Da die Bahn schon jetzt nicht in der Lage ist, die Agenturen zwecks Verspätungen und Zugausfällen zu informieren, ist das Chaos vorprogrammiert.

    Sollte dieses neue Fahrgastrecht in Kraft treten, ist vorhersehbar, dass die Agenturen schließen müssen. Wem so ein Mist eingefallen ist, der sollte mal an einem Bahnschalter arbeiten und dann, viel Vergnügen.

  • Guten Tag, sorry für meinen deutsch, aber was hat DB ausgedacht, da fehlen ganz normale nette Wörter, DB, sowieso eine Katastrophe, mit marode HBF, alt, schmutzig und ekelhaft, fehlende Wagons, ständig Problemen beim Platzreserwierung, und ungeheures Verspätungen, und für solche globalen Feller und schlechte Organisation von DB müssen jetzt Reisebüro büßen, langsam, wir, Reisebüromitarbeiter müssen die Kunden schon für billig Flige einchecken, ausgefallene Fluge mit alternative ersetzen, Visumbeszimmungen erklären, über Impfungen informieren… und noch kommt dazu… ich bekomme ein Gefühl, kein großes Konzerne, wie Airlines, DB, haben eigene Verantwortung für schlechte Arbeit auf Reisebüromitarbeiter übertragen.

  • Wir wären als Bahnagentur von dem neuen EU-Recht betroffen, Kunden auch nach Fahrkartenkauf über Verspätungen zu informieren.

    Um die Umsetzung des neuen EU-Rechts gewährleisten zu können, müsste die DB ihre Prozesse umstellen. Derzeit erstellen wir für unseren Kunden eine Fahrkarte , die daraufhin nicht mehr im System auftaucht, sodass auch die jeweilige Zugverbindung nicht unter dem Kundennamen im System erfasst wird. Wir erhalten von der DB keine Information dazu, wenn es eine Verspätung oder eine Fahrplanänderung gibt und haben somit auch keine Möglichkeit, unsere Kunden automatisch zu informieren. Logistisch ist die Forderung der EU daher gar nicht umsetzbar und absolut praxisfern.

    Allerdings weisen wir schon seit längerer Zeit unsere Kunden, die ihre Fahrkarte weit im Voraus kaufen, auf mögliche Fahrplanänderungen hin und bieten ihnen daher an, dass sie sich nochmals bei uns – am besten ca. 1 Woche vor Abreise – erkundigen, um sich die Zeiten bestätigen zu lassen.

  • Haben die in Brüssel noch alle Latten am Zaun? Wo soll das noch hinführen?

  • Menschen die solche Dinge beschließen sollen doch bitte erst einmal in einem Reisebüro ein Praktikum machen, damit sie wissen über was sie ihre Beschlüsse fassen.

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