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01.09.2017
07:00

Ameropa will unabhängiger werden

Kendra Mietke

Foto: Travel One/Kendra Mietke

"Früher war Ameropa mehr so ein Bauchladen, mit Bahn, Städte, Deutschland, von allem etwas. Nun haben wir uns aber weiterentwickelt“, sagt Geschäftsführer Kai de Graaff. Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn lege immer mehr eigene Programme auf, „damit wir nicht das machen, was alle anderen auch machen“, erklärt de Graaff. Das zeige sich vor allem bei Bahnreisen und Bahnerlebnisreisen. So hat Ameropa in den neuen Katalogen zum Beispiel eigene Interrail-Angebote für Spanien und Frankreich geschnürt, ebenso erweitern beispielsweise eine Flusschifffahrt auf dem Douro sowie eine Übernachtung in Nepal im Basecamp des Mount Everest das Bahnprodukt. „Wir haben uns viele Gedanken gemacht, was könnte der Kunde wollen und was für ein Typ ist er?“, erzählt de Graaff. Nach vielen Überlegungen habe man sich dann dazu entschieden, den „Bahn-Erlebnisreisen“-Katalog nicht mehr nach Zielgebieten, sondern nach Reisearten aufzuteilen. So finden Reiseprofis neu die vier Kategorien „Luxus- und Nostalgiezüge“, „Sonder- und Linienzüge“, „Bahn-Wandern“ und „Die Welt auf einen Blick“.

Erstmals eigener Schweiz-Katalog.
Zudem investierte Ameropa rund ein Drittel mehr Geld in Optik und Qualität der neuen Kataloge für die beiden Premium-Segmente „Schweiz erfahren“ und „Bahn-Erlebnisreisen“.  „Das neue Design der Katalogtitel, ausführliche Informationen auf speziell designten Introseiten sowie die Bindung und Papierauswahl für den Katalog wurden an das hochwertige Angebot angepasst“, erklärt de Graaff.  Doch nicht nur in punkto Optik frischt Ameropa das Portfolio auf. Denn mit dem Schweiz-Katalog erhält die Destination erstmals ein eigenes Druckwerk, es erscheint zeitgleich mit „Wellness“ und „Städtereisen“ Ende September in den Reisebüros. Paralell fasst der Veranstalter alle Angebote für Deutschland und Europa künftig in „Urlaub ganz nah“ zusammen, der Katalog wird Anfang November an die Reisebüros verschickt.

Und auch produktseitig gibt es Neuigkeiten. So finden Reiseprofis zum Beispiel im „Städtereisen“-Katalog mit Hildesheim, Wismar, Jena und Lüneburg neue Ziele. Kleinere Städte seien nicht nur beliebt, sondern vor allem auch krisenresistent, erläutert de Graaff die Auswahl. Und auch neue Ausflugsangebote zeigt der Katalog auf, etwa eine neue Tatort-Tour durch Hamburg, ein Angebot für die Berliner Staatsoper sowie den Basel-Art-Pass. Für das kommende Jahr will der Ameropa-Chef das Hotelangebot für Städtereisen dann noch einmal verdoppeln.

Näher an die Deutsche Bahn gerückt.
Für dieses Jahr zeigt sich de Graaff aber ersteinmal zufrieden mit den Buchungs- und Umsatzzahlen. „Wir liegen 2017 bei den Umsätzen einstellig im Plus gegenüber dem Vorjahr. Und auch die laufenden Buchungen ziehen gerade an“, so der Ameropa-Chef.  Der Hauptumsatzbringer des Bahnreiseveranstalters sind weiterhin die Städtereisen, die noch mal um zehn Prozent zulegen konnten. Einen Anteil daran tragen vermutlich auch die gemeinsamen Marketingaktivitäten mit dem Mutterkonzern Deutsche Bahn, denn in diesem Jahr starteten beide Unternehmen erstmals groß angelegte Kampagnen in den Zügen. Und brachten zudem die Aktion „ Zubucherrabatt für Sparpreise“ auf den Weg. „Das ist für uns viel Wert“, weiß de Graaff. Doch auch die Zusammenarbeit mit dem stationären Vertrieb stimmt den Veranstalterchef positiv. „Die Reisebüros liegen beim Umsatz sieben Prozent über Vorjahr. Der Eigenvertrieb sogar 15 Prozent“, sagt er. Die guten Zahlen führt er auch auf die Ameropa-eigene IBE zurück. Durch sie sei man online stärker unabhängig geworden und betont: „Wir sind die einzigen, die bei Bahnerlebnisreisen im Reisebüro komplett durchbuchbar sind“, betont de Graaff.

Foto: Ameropa-Geschäftsführer Kai de Graaff (l.) und Touristik-Chef Andreas Zahn

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