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12.10.2017
09:36

BGH: Ausgleich auch bei verspätetem Ersatzflug

Foto: Stockxpertcom

Eine Fluggesellschaft muss den Passagieren einen Ausgleich nach den EU-Passagierrechten bezahlen, wenn ein Ersatzflug mit großer Verspätung am Reiseziel ankommt. Auch dann, wenn der Ersatzflug von einer anderen Airline durchgeführt wird. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden. Im konkreten Fall annullierte die beklagte Airline einen Flug von Frankfurt nach Singapur. Der Ersatzflug mit einer anderen Gesellschaft startete mit 16 Stunden Verspätung, sodass die Passagiere in Singapur ihren Anschluss nach Sydney verpassten und dort mit 23 Stunden Verspätung ankamen. Dass die Kunden auch von der ausführenden Airline einen Ausgleich fordern könnten, ist für die Bundesrichter kein Argument, die beklagte Fluggesellschaft aus ihrer Verantwortung zu entlassen. Zudem sei ein solcher Anspruch zum Beispiel dann ausgeschlossen, wenn die betreffende Airline nicht dem EU-Recht unterliegt. (KG)

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